Tagesfahrt nach Köln am 19.07.2014

 

Wenn einer eine Becker-Bus-Reise tut, dann kann er was erzählen
Am Samstag 19. Juli 2014, dem wohl heißesten Tag des Jahres, machte unser Verein eine Tagesfahrt nach Köln. Um 7:30 Uhr war Treffpunkt am Bad Endbacher Bürgerhaus. Jeder Teilnehmer bekam eine Fahrkarte – übrigens eine gute Idee! und die gab es auch noch umsonst – mit dem Vermerk Bus-Nr. 1 oder 2, Sitzplatz-Nr. und Gruppe 1, 2, 3 oder 4 für die Stadtführung. Dann kamen die beiden großen Becker-Busse für die 100 gutgelaunten Reisenden, die jetzt einsteigen konnten. Das Problem war nur, dass der erste Bus als Leaderbus mit Klaus am Steuer die Nr. 2 hatte und Bus 1 stand dahinter. Die Irritationen konnten aber geklärt werden und mögliche Falschfahrer noch rechtzeitig umsteigen. Die Gruppe erwies sich als verständnisvoll und lernfähig, dass diesmal die Zwei vor der Eins steht. Dann konnten wir (fast) pünktlich losfahren.

Es ging über Herborn Richtung Westerwald. Überrascht waren von der tollen Idee des Vorstands, im Lokal der Fuchskaute zu frühstücken. Gegen 8:30 Uhr waren wir dort und fanden einen reich gedeckten Frühstückstisch vor – das war toll! Satt und erwartungsvoll ging es dann weiter nach Köln. Unterwegs stieg das Außenthermometer kontinuierlich an, von 22 bis 36 Grad. Im Bus war es angenehm temperiert. Und wir machten uns kühle Gedanken.

Die Stadtführung
Treffpunkt für die Stadtführung war der Domvorplatz. Dort standen die vier Stadtführer und hielten ein großes Schild mit „BRSG Bad Endbach“ und „Nr. 1-4“ hoch. Das war angesichts der Menschenmenge auch dringend nötig, sonst wäre der eine oder andere noch verlorengegangen. Die Frage war nur, welche Nr. habe ich? Sie stand auf der Fahrkarte, aber wo ist die Fahrkarte? Endlich hatte jeder seine Gruppe gefunden. Die Führung ging vom Dom und dem angrenzenden Römisch-Germanischen Museum in das Zentrum der Stadt, die während des Krieges durch Bombenhagel zu 80% zerstört war. Wir suchten zu den Erläuterungen der Stadtführerin immer einen schattigen Platz auf, sodass die starke Hitze zu ertragen war. Unsere Rundtour ging zu verschiedenen Plätzen und historischen Gebäuden, der Kirche St. Martin, dem Rathaus und dem Denkmal der Heinzelmännchen, die uns von Kindesbeinen an bekannt sind: "Wie war zu Köln es doch vordem mit Heinzelmännchen so bequem …"

Nach der Führung stand noch Zeit zur eigenen Gestaltung zur Verfügung. Hauptziel war natürlich der Dom, aber auch dort wie überall auf Straßen und Plätzen viele, viele Menschen. Wir hörten, dass an diesem Tag ein Volksfest, das Lichterfest, stattfand.

Der Kölner Dom
Der Dom, St. Peter und Maria, ist das Wahrzeichen von Köln und die größte gotische Kirche Deutschlands, eine fünfschiffige Basilika mit dreischiffigem Querhaus. Baubeginn war in 1248. Es hat fast 200 Jahre gedauert bis Teilbereiche fertiggestellt waren. So stand nach dem ersten Bauabschnitt in der Westfront nur der Südturm, allerdings nicht in der heutigen Höhe. Dann ruhten die Arbeiten an dem unfertigen Bauwerk 400 Jahre lang. Erst unter Friedrich Wilhelm IV. kamen sie in 1842 wieder in Gang und wurden 1880 im neugotischen Stil vollendet. Später hat man Fundamente älterer Anlagen aus römischer, karolingischer und romanischer Zeit gefunden, die auf entsprechende Vorbauten hindeuten.

Das Innere des Doms ist geprägt von den riesigen Ausmaßen, den Glasmalereien, den Pfeilerfiguren, dem Chorgestühl und dem Schrein der Heiligen Drei Könige. Deren Gebeine sollen 1164, also vor 850 Jahren, nach Köln gebracht worden sein und in dem kostbaren Goldsarg ruhen. Das dürfte aber eine Legende sein, weil nach der Bibel (Matthäus 2) die Weisen aus dem Morgenland (nach Luther) oder die Sterndeuter (nach modernen Übersetzungen) nach der Anbetung des neugeborenen Jesus-Kindes wieder in ihr Land zurückzogen. Weitere Informationen liefert der Zeitungsausschnitt des HA vom 20. Juli d. J.: „Wer liegt im Sarg?“

Das Römisch-Germanisches Museum
Das Römisch-Germanische Museum liegt in Domnähe. Beeindruckend ist das Prunkstück des Hauses, das 1700 Jahre alte Dionysos-Mosaik. Durch Glasscheiben kann man einen Blick in den Raum mit diesem Mosaik, eines der bedeutendsten Zeugnisse römischen Kunsthandwerks und antiker Kultur, werfen. Hier tafelten beim G9-Gipfel im Sommer 1999 die mächtigsten Männer der Welt, Bill Clinton, Tony Blair, Jacques Chirac und Co mit Bundeskanzler Gerhard Schröder.  
Die Herren sollen von diesem einzigartigen Ambientes schwer beeindruckt gewesen sein.

Die Panorama-Rundfahrt auf dem Rhein, Heimfahrt und Abschluss in Wiehl
Um 15 Uhr machten wir eine Panorama-Rundfahrt mit der KD auf dem Rhein, ein erholsamer und wohltuender Schlusspunkt nach den schweißtreibenden Anstrengungen und vielseitigen Eindrücken. Wir fanden danach auch unsere Busse wieder in der Nähe vom Dom und los gings zur Heimfahrt. Unterwegs machten wir einen Zwischenstopp in Wiehl im Bergischen. Die Besichtigung der Tropfsteinhöhle stand auf dem Programm, nach der Hitze des Tages ein angenehmer und erdgeschichtlich interessanter Aufenthalt. Anschließend setzten ein ausgiebiges Büfett und kalte Getränke einen schönen Schlusspunkt. Dann hieß es: Nichts wie heim! Gesund und wohlbehalten und um viele Erfahrungen reicher kamen wir zu Hause an.

„Schie woarsch!“ Ein herzliches Dankeschön an alle, die den Tag vorbereitet und organisiert haben!